"Street Photographie" - Thomas Wilden (Photo-Journalist)

"Street Photographie" - Thomas Wilden (Photo-Journalist)
http://koblenzverliebt.blogspot.com

Montag, 7. März 2016

Stimmen Armeniens, Freitag, 29.07.2016 20:00 Uhr | Andernach, Christuskirche (rheinvokal.de)

Wer so viel Tragödien im Herzen trägt wie die Armenier, muss sie heraussingen. Mit jedem Ton bekennt sich der Kammerchor „Hover“ zu Glauben und Geschichte seines Landes. Alles begann mit dem komponieren- den Mönch Komitas, der in Berlin studierte und große Werke schuf, bis er beim Genozid von 1915 verschleppt wurde und nur als gebrochene Seele überlebte.

Die armenischen Komponisten der Gegenwart bekennen sich zu seinem Vorbild, aber auch der große Pole Penderecki widmete den Armeniern einen Psalm. Chorsätze von Brahms, Mahler, Poulenc und Rautavaara ergänzen den gesungenen „Regenbogen“ aus Armenien.

Hover State Chamber. Fotonachweis: Sona Andreasyan.

Hover Choir (Staatlicher Kammerchor Armeniens)
Komitas: Chorsätze
Krzysztof Penderecki: Sanctus
Johannes Brahms: Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen”
Gustav Mahler: Ich bin der Welt abhanden gekommen
Francis Poulenc: Motette „Timor et tremor“
Einojuhani Rautavaara: Die erste Elegie
Armenische Chormusik von: Yervand Yerkanian, Arzas Voskanyan Vache Sharafyan, Mashtots


Stimmen der Völker bei RheinVokal
Chöre und Solisten singen Klänge ihrer Heimat

RheinVokal 2016 holt authentische Stimmen der Völker an den Mittelrhein. Die südafrikanische Sopranistin Pumeza Matshikiza verbindet Schumann-Lieder mit Gesängen aus den Townships. Fabiola José aus Venezuela schwelgt in den heißen Rhythmen ihrer Heimat. Der staatliche Kammerchor Armeniens, Hover, erzählt vom tragischen Schicksal seines Volkes. Im Sommer 2016 ist RheinVokal internationaler und bunter als jemals. Im neuen, farbenfrohen Layout präsentiert das Festivalprogramm 16 Konzerte zwischen 24. Juni und 27. August.

Zehn Städte und Gemeinden zwischen Bingen und Remagen bieten wieder ihre schönsten Spielstätten auf, um zusammen mit dem SWR und der Landesstiftung Villa Musica für besondere Musikerlebnisse zu sorgen. „RheinVokal hat sich nach zehn Jahren neu gestylt, auch bunter“, erklärte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher bei der Vorstellung des Programms. „Das Festival, das unter vielen Festivals in Europa herausragt, präsentiert wieder Gesang in allen Stilrichtungen. Und zeigt 2016 besonders gut, wie eng die Welt zusammenrückt. Junge Stimmen aus Venezuela, Korea, Südafrika und Armenien beherrschen den klassischen Gesang heute mindestens so gut wie die Europäer. Und sie bringen noch mehr mit an den Rhein: Botschaften ihrer Heimat, Schicksale, Tragödien.“ Dorothea Enderle, die Musikchefin von SWR2, gab folgendes Statement ab: „RheinVokal ist ein Gesamtkunstwerk und eine Idylle in einer immer hektischer werdenden Zeit. Der SWR steht mit Begeisterung und grossem Engagement hinter diesem Festival, das in Kooperation zwischen der SWR2 Musikredaktion und der Villa Musica geplant wird. Die herausragenden Stimmen, originellen Programme und raren Werke bereichern das Programm von SWR2 mit einer ganz eigenen Klangfarbe.“

Eröffnet wird das Festival am 24. Juni in Montabaur. Die koreanische Sopranistin Sumi Hwang, Emmerich Smola-Preisträgerin, singt Mozart, Bizet und Massenet, begleitet von der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Die Kunst des Barockgesangs ist mit drei himmlisch schönen Stimmen vertreten: Der Münchner Countertenor Valer Sabadus singt Farinelli-Arien mit Concerto Köln, die tschechische Sopranistin Hana Blažíková Opernarien von Scarlatti mit dem Zinkenisten Bruce Dickey, die Spanierin Raquel Andueza Lamenti von Monteverdi und Merula. Mit kunstvollem A-Cappella-Gesang warten vier der besten Vokalensembles auf: die Tallis Scholars aus England, Vox Luminis aus Belgien, Heinavanker aus Estland und das SWR Vokalensemble Stuttgart. Sie singen Palestrina und Allegri, Schütz und Bach, Gesänge des Mittelalters und des skandinavischen Nordens. Perfekte Programme für Kirchen wie Maria Laach oder St. Kastor, das findet auch Nikolaus Roth, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied und Vorsitzender der RheinVokal-Kommunen: „Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, die Spielstätten bereitzustellen und unsere wundervollen historischen Räume dem Gesang der Spitzenklasse zu öffnen. Denn RheinVokal schafft es, den Zauber unserer Region in musikalischen Ereignissen einzufangen“.

Damit auch der Humor nicht zu kurz kommt, zollt die SWR2 Kulturnacht dem Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommers ihren Tribut: „Das soll ja wohl ein Witz sein“ heißt es frei nach Hellmuth Karasek, wenn Schauspieler die besten Witze erzählen und ein Streichquartett mit komponierten Scherzen dagegenhält. Der Südwestrundfunk schneidet die meisten Konzerte mit und bringt so die festlichen Klänge von RheinVokal überall dorthin, wo es Radio oder Internet gibt.

Das Festivalprospekt kann angefordert werden unter Tel. 0 26 22 / 92 64 250 oder ist im Internet unter www.rheinvokal.de abrufbar. (Es gilt das gesprochene Wort)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen