"Street Photographie" - Thomas Wilden (Photo-Journalist)

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Montag, 6. Februar 2012

Teenagerliebe: Erst Facebook, dann SMS

Liebe zwischen Teenagern beginnt heute mit Facebook und SMS. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Ericsson Consumer Lab bei 2.000 Jugendlichen aus den USA zwischen 13 und 15 Jahren. Startschuss für die Anbahnung einer Liebesbeziehung ist danach weiterhin das reale Leben - erst dann kommt Facebook: Hier recherchiert man
über die/den andere/n, macht ihm oder ihr einen Freundschaftsantrag und kann in Folge auch in das Profil einsehen.

Viele nutzen den Facebook-Chat mit dem Ziel, die Telefonnummer der/des anderen herauszufinden. Ist die Nummer einmal bekannt, wird die SMS-Maschinerie angeworfen. Über diesen Weg verabreden sich viele, zuerst gemeinsam mit anderen FreundInnen, irgendwann dann auch zu zweit. Ernst ist es mit der Liebe schließlich dann geworden, sobald der Facebook-Status auf "in einer Beziehung" geändert wird.

Teenager nutzen ihre Facebook-Präsenz vorwiegend, um mit FreundInnen und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Die Durchschnitts-Freundeszahl auf Facebook ist 265, wobei man sich jenseits der 350-FreundInnen-Grenze bloß verdächtig macht, auch Unbekannte eingeladen zu haben. Die Nutzung von Instant Messaging stagniert, während Skype und andere Videochats florieren, gerade wenn die Eltern ein persönliches Treffen verbieten oder Hilfe bei der Hausaufgabe nötig ist.

Telefon und E-Mail "gelten als Kommunikationsform der Erwachsenen", berichtet Katharina Praschl, Sprecherin von Ericsson Österreich, gegenüber pressetext. Telefongespräche dauern meist kürzer als vier Minuten, nicht zuletzt, um peinliche Gesprächspausen zu vermeiden. Festnetz, E-Mail und Twitter haben für diese Altersgruppen kaum Bedeutung, doch selbst Facebook und Handygespräche müssen zurückstecken, wenn man Teenager fragt, worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen: Unangefochten liegt hier der persönliche Austausch in Topposition.

Den pdf-Download der Studienergebnisse finden Sie unter http://hugin.info/1061/R/1575273/490602.pdf

Quelle: Archiv der Jugendkulturen Newsletter Februar 2012

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