"Street Photographie" - Thomas Wilden (Photo-Journalist)

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Freitag, 15. Mai 2015

Ludwig-Museum Koblenz, Vernissage Susan Swartz, Mittwoch, 20. Mai um 19 Uhr - Eintritt frei

Wir laden herzlich zur Ausstellungseröffnung Personal Path der amerikanischen Künstlerin Susan Swartz ein.
 
Diese findet ausnahmsweise nicht an einem Sonntag statt, sondern am kommenden Mittwoch, 20. Mai um 19 Uhr
 
© Susan Swartz, Evolving Visions, 2015, Courtesy of Susan Swartz Studios.
 
Die Spiritualität der Natur und das Malen als kontemplativer Prozess sind die faszinierenden Themen, die die Ausstellung Personal Path der amerikanischen Künstlerin Susan Swartz außergewöhnlich machen. 
 
© Susan Swartz, Prayers Over Rice Fields, 51x51cm, 2014, Courtesy of Susan Swartz Studios.
 
Es ist ein anderer Blick verlangt, wenn es um die meditative Ausstrahlung ihrer Arbeiten geht. Denn es ist klar, dass es sich bei ihren Bildern nicht um die Aufarbeitung abstrakter oder gar informeller Themen handelt. Die Begriffe Schönheit und Ästhetik werden hier aus anderer Sicht zur Disposition gestellt. Bei ihren Arbeiten geht es nicht um die Konkretisierung philosophischer Themen – es geht um Spiritualität und Ästhetik und um den Wirkungsanspruch einer Künstlerin, die die Natur zum großen Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit gemacht hat und uns vielleicht provoziert über die ursprünglichen Strukturen unseres Dasein nachzudenken: Wo haben wir angefangen? Von wo kommen wir? Wie gehen wir mit unserer verschütteten Sensibilität um? Ist es nicht die erste Bedingung, um unsere Umwelt zu  verstehen, um die Isolierung zu durchbrechen und die Ängste zu besiegen?
 
Gerade im Museum findet sich der Mensch als Suchender oder als Betrachter in wechselnden emotionalen Stimmungen wieder. Solche Fragen können dort am ehesten bedacht und diskutiert werden. Erstmals in Deutschland widmet das Ludwig Museum der Malerin eine retrospektive Ausstellung. Kuratiert von Dieter Ronte werden 80 Arbeiten präsentiert.

© Susan Swartz, Azure Rhythm 2, 152x152cm, 2011, Courtesy of Susan Swartz Studios.

In ihrer Malerei fängt Swartz die Natur in ihrer Schönheit ein und trägt in gestisch abstrakter Manier mit Pinsel und Spachtel Farbschicht um Farbschicht auf großformatige Leinwände. Ihre Bilder sind „Zeugnisse einer persönlichen Introvertiertheit der Künstlerin als Selbstfindung und Selbstbestimmung durch den malerischen Ausbruch […] voller Romantizismen, voller Sehnsucht, Liebe und immer auf der Suche nach dem heimlich Unheimlichen, nach der Psyche des Menschen in der Natur, nach einer Universalpoesie, die zugleich Wissenschaft, Religion und bildende Kunst verbindet“, so Ausstellungskurator Dieter Ronte.
 
Susan Swartz begreift sich als Künstlerin und als Aktivistin. Sie beteiligt sich an Umweltkampagnen gegen Wasser- und Luftverschmutzung und unterstützt und produziert Dokumentarfilme durch Impact Partners, eine Filmfördergesellschaft, der sie als Gründungsmitglied angehört. Impact Partners wollen soziale und ökologische Ungerechtigkeit aufzeigen; mit einem ihrer Filme gewannen sie den Oscar für den besten Dokumentarfilm.

Wir freuen uns auf Mittwoch und auf ihren Besuch.
Der Eintritt ist frei!
 
Ludwig Museum
Danziger Freiheit 1 (am "Deutschen Eck")
D - 56068 Koblenz
Tel.: 0049 261 30 40 40
Fax: 0049 261 30 40 413
info@ludwigmuseum.org 
  
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Di-Sa 10.30 - 17.00, So 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt: Erw. 5 €, erm. 3,00 €, Kinder und Jugendliche frei.

VERANSTALTUNGSPROGRAMM:
http://www.ludwigmuseum.org/


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Museum Ludwig erhält 48 Fotografien von Andy Warhol - Großzügige Schenkung der Andy Warhol Foundation ergänzt seit dieser Woche die Sammlung

Das Museum Ludwig erhält von der Andy Warhol Foundation in New York 48 Fotografien, die Andy Warhol selbst aufgenommen hat: 35 Polaroids, 5 Silbergelatine-Abzüge und 8 Fotoarbeiten, die aus jeweils 4 Abzügen zusammengenäht wurden. Die Polaroids zeigen überwiegend Bekannte und Freunde Warhols sowie einige Selbstporträts. Der Rat der Stadt Köln nahm die Schenkung in seiner Sitzung am 12.5.2015 dankbar an.

Andy Warhol, Window Display Beck's Beer 55, 1976-1986, Four gelatin silver prints stitched together with thread (sewn together posthumously), Andy Warhol, Tony Curtis, 5/1972, Polacolor Type 108 ©The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.
 
Das Museum Ludwig besitzt die umfangreichste Sammlung zur amerikanischen Pop Art außerhalb der USA. Zu den Werken Andy Warhols im Museum Ludwig zählen Inkunabeln wie Two Elvis (1963) oder Orange Car Crash (1963). 

Dass Warhol (1928–1987), wohin er auch ging, eine Kamera bei sich trug und exzessiv Freunde und Bekannte, aber auch seine Umgebung fotografierte, bildete sich in der Sammlung des Museum Ludwig bislang nicht ab. Zwar besitzt das Museum Ludwig zahlreiche Fotografien, die Andy Warhol zeigen, von anderen Fotografen – mit dieser Schenkung aber gelangen 48 Fotografien an das Museum Ludwig, die Warhol nicht als Modell, sondern als Fotografen präsentieren. Es sind 35 Polaroids aus der Zeit um 1970, sortiert in zeittypischen roten Holsen Polaroid Alben, fünf Silbergelatine-Abzüge und acht Fotoarbeiten, die aus jeweils vier Abzügen zusammengenäht wurden.

Warhol nutzte seine Fotografien häufig als Ausgangsbasis für Siebdrucke und Zeichnungen; allein 40.000 Polaroids hinterließ er nach seinem Tod. Zu Lebzeiten veröffentlichte er seine Fotografien erst spät in den beiden Büchern Andy Warhol’s Exposures (1979) und America (1985), postum erschien Andy Warhol’s Party Book (1988). Während auf den Polaroids bekannte und unbekannte Begleiter auf Andy Warhols Streifzügen durch New York oder Besucher seiner Factory zu sehen sind (darunter Schauspieler Tony Curtis oder Künstler Joseph Kosuth), zeigen die schwarz-
weißen Silbergelatineabzüge oft Alltagsobjekte wie eine Badewannenarmatur, eine Ausgabe der New York Post, einen Korbsessel oder Bierwerbung.

Acht Arbeiten bestehen aus vier Abzügen des gleichen Motivs, die mit der Näh-
maschine zu Tableaus zusammengefügt wurden. Warhol hatte eine Frau angestellt, verschiedene Fotoarbeiten zu Tableaus von in der Regel vier bis acht Prints zu vernähen.

Nach Andy Warhols Tod fand man neben der Nähmaschine noch einige Fotografien, die allem Anschein nach ebenso vernäht werden sollten – darunter die nun im Museum Ludwig befindlichen. Kürzlich entschied der Vorstand der Warhol Foundation, The Warhol Foundation’s Board of Directors, die Bilder postum vernähen zu lassen, um die von Warhol beabsichtigte Präsentationsweise zu ermöglichen.


Die Warhol Foundation hat in den letzten Jahren ausgesuchte Museen mit Fotografien von Warhol beschenkt. Die Schenkung an das Museum Ludwig beweist und erweitert einmal mehr den Rang dieses Hauses als Hüter der amerikanischen Pop Art.
 

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
Telefon:+49-221-221-26165
www.museum-ludwig.de

info@museum-ludwig.de
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Mittwoch, 13. Mai 2015

ERFOLGREICH.KREATIV.WIRTSCHAFTEN - Sprechtag bei der LAG ROCK & POP RLP e.V. in Koblenz, Dienstag, 19. Mai 2015

Sprechtag des Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes am 19. Mai in Koblenz


Wie kann ich als Kreativschaffender von meinen Ideen und meiner Arbeit besser leben?

Um diese und weitere Fragen geht es in den Orientierungsberatungen von Susanne Dengel, der regionalen Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

„In meinen Beratungen spreche ich mit Kreativschaffenden über ihre aktuellen Herausforderungen und erarbeite mit ihnen Strategien und nächste Schritte für ihre jeweilige Unternehmung“, erklärt sie.

Dazu bietet Susanne Dengel einen Sprechtag in Koblenz an. Freiberufler, Gründer und Unternehmer aus allen Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft können sich unter der Telefonnummer 030 346465300 zu einem kostenfreien Beratungsgespräch anmelden.

Termin: Dienstag, 19. Mai 2015

Ort: LAG Rock & Pop, Cusanusstraße 12, 56073 Koblenz

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft

Das Kompetenzzentrum wurde im November 2009 von der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ins Leben gerufen. Als Partner für die Kultur- und Kreativwirtschaft bietet es bundesweit kostenfreie Beratungen für Kreativunternehmer an und gestaltet Veranstaltungen und Workshops mit dem Ziel, Erfahrungsaustausch und Kompetenztransfer innerhalb der Szene und darüber hinaus zu befördern.

Die regionalen Ansprechpartner des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes beraten Kulturunternehmer und Kreative unentgeltlich - direkt vor Ort und im persönlichen Gespräch.

Dabei stehen folgende Inhalte im Mittelpunkt: Klärung erster unternehmerischer Ideen, wirtschaft- liche Weiterentwicklung einer konkreten Geschäftsidee, Verknüpfung mit spezifischen Angeboten
für die Kultur- und Kreativwirtschaft vor Ort, Aufzeigen von passenden Angeboten der bestehenden Wirtschaftsförderung, Networking und Erfahrungsaustausch.
 
Weitere Informationen bzw. Anmeldung

Ansprechpartnerin:
Susanne Dengel
Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes
Regionalbüro Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland
Waldschmidtstr. 19
60316 Frankfurt/Main
herpsl@kreativ-bund.de
http://www.kultur-kreativ-wirtschaft.de/KuK/Navigation/Information-und-Beratung/sprechtage.html

Quelle: www.kultur-kreativ-wirtschaft.de


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Dienstag, 12. Mai 2015

TanzArt ostwest 2015 - TanzArt Gala - Samstag, 16.05.2015 19:30 Uhr - Großes Haus, Theater Koblenz

Dem Festival TanzArt ostwest liegt ein innovatives gesamteuropäisches Kulturkonzept mit dem Schwerpunkt „Bühnentanz” zugrunde. Damit leistet „TanzArt ostwest” einen wesentlichen Beitrag zum Kulturaustausch, zur internationalen Vernetzung und zur Verflechtung von ost- und westeuropäischen Tanzcompagnien.


Es ist dies das erste internationale Projekt, das sich ausschließlich der Sparte „Zeitgenössischer Tanz” widmet und auf der Basis des wechselseitigen künstlerischen Austausches von ost- und westeuropäischen Tanzensembles durchgeführt wird. Im Vordergrund steht dabei die Zusammenführung von Tanzcompagnien aus Ost- und Westeuropa, die die zeitgenössische Tanzsprache und das Tanztheater choreographisch weiter entwickeln und innovative künstlerische Arbeiten ermöglichen.

Das Festival TanzArt ostwest strebt danach:

- den nachhaltigen und langfristigen Aufbau eines Netzwerkes zwischen Tanzcompagnien an Theatern und festen Kultureinrichtungen zu intensivieren;

- die in Ost- und Westeuropa unterschiedlichen choreographischen Entwicklungen und Tendenzen in wechselseitigem Austausch choreographischer Arbeiten aufzuzeigen und in ihrer kontinuierlichen Entwicklung erfahrbar zu machen - für das Publikum und die Choreographen und nicht zuletzt für Tänzerinnen und Tänzer;

- (Theater-) Besucher für die zeitgenössische Tanzkunst zu sensibilisieren, bzw. sie überhaupt erst als Zuschauer an die zeitgenössische Tanzkunst heranzuführen;

- die Tanzkunst als zeitgenössische Kunst nicht isoliert zu betrachten, sondern mit anderen darstellenden Künsten (Malerei, Bühnenfotografie etc.) zu vernetzen;

- die Zahl der Projektteilnehmer konsequent zu erweitern und eine Zusammenführung und Verdichtung der künstlerischen Interaktion zu bewirken;

- dem Publikum die Vielfalt zeitgenössischer choreographischer Handschriften sichtbar zu machen. Das Festival TanzArt ostwest basiert auf einem virtuellen Ringmodell: jede in das Festival eingebundene Compagnie beteiligt sich mit einem künstlerischen Beitrag an den Veranstaltungen der jeweilig anderen Theater und richtet selbst (mindestens) eine Veranstaltung aus.

Künstlerische Leitung: Tarek Assam, Künstlerischer Leiter TanzArt ostwest

Konzeptionelle Mitarbeit: Mechtild Hobl-Friedrich, Theaterdirektorin i.R.

http://www.tanzart-ostwest.de/

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POESIE DER GROSSSTADT. DIE AFFICHISTEN, 0 5. FEBRUAR – 25. MAI 2015, DIE SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT ZEIGT DIE RADIKALE KUNST DER AFFICHISTEN


ERSTE ÜBERBLICKSAUSSTELLUNG IN DEUTSCHLAND SEIT 20 JAHREN

Ob frühe Pop-Künstler, Wegbereiter der Street-Art oder Vermittler einer „natürlichen Poesie“ der Wirklichkeit:

© Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2015, Foto: Norbert Miguletz

In den 1950er-Jahren traten die Affichisten mit einem völlig neuen Begriff des Tafelbildes hervor. Auf Streifzügen durch Paris und Rom sammelten sie Teile der in den Straßen der Stadt allgegenwärtigen, oft verwitterten und zerfetzten, sich in Schichten überlagernden Plakatwände und erhoben die urbane Alltagswelt selbst zum Gemälde. Ihr ebenso subversiver wie poetischer Zugriff auf die Wirklichkeit machte sie zu Pionieren eines „Neuen Realismus“.

Mit der ersten umfassenden Überblicksausstellung seit über 20 Jahren ist die radikale Kunst der Affichisten wieder in Deutschland zu sehen. In 150 Exponaten stellt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Kunst des Plakatabrisses in ihrer ganzen Bandbreite vor, von kleinen Fragmenten zu überwältigenden Großformaten, von abstrakten Farbformationen bis hin zu Ikonen der Popkultur – ergänzt durch fotografische, filmische und poetische Experimente der beteiligten Künstler: Raymond Hains, Jacques Villeglé, François Dufrêne sowie Mimmo Rotella und Wolf Vostell.

Die von der Schirn Kunsthalle Frankfurt und dem Museum Tinguely in Basel gemeinsam konzipierte Ausstellung umfasst den Zeitraum zwischen 1946 und 1968 und richtet ein besonderes Augenmerk auf die Entstehung der Kunstströmung und die frühen Phasen im Schaffen der Affichisten.

Mit dem 2,56 Meter breiten manifestartigen Fries „Ach Alma Manetro“ legten die Franzosen Raymond Hains und Jacques Villeglé 1949 nicht nur den Grundstein für die künstlerische Praxis des Plakatabrisses (im Französischen affiche lacérée oder décollage genannt), sondern formulierten zugleich einen neuen Werkbegriff, der davon ausgeht, dass „die Kunst von allen gemacht sei. Nicht von einem.“

Von Anfang an setzte sich der Plakatabriss von der vorherrschenden lyrisch-abstrakten Malerei, wie auch von der Collage und dem Readymade der Vorkriegsavantgarde ab. Dabei stand er in enger Beziehung zu anderen künstlerischen Ausdrucksformen und Medien, wie der Sprache und Poesie, der Fotografie und dem Film.
Die Ausstellung in der Schirn beleuchtet den besonderen Stellenwert der französischen Affichisten François Dufrêne, Raymond Hains, Jacques Villeglé und des Italieners Mimmo Rotella innerhalb der Avantgarde der 1950er- und 1960er-Jahre.

Der deutsche Künstler Wolf Vostell nimmt in seiner Beziehung zu den Affichisten eine gesonderte Position ein.

Die Schau vereint die bedeutendsten Werke der fünf Affichisten, darunter Leihgaben aus den Nachlässen der Künstler sowie zahlreichen Privatsammlungen und Museen, wie dem Centre Pompidou in Paris, dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, dem S.M.A.K. in Gent, den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique in Brüssel, dem Museum Ludwig in Köln oder der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

 „Jeder kennt heute Street-Art und ihre prominenten Vertreter weltweit – von Brasilien über die USA bis nach Großbritannien. Doch nur die wenigsten wissen, dass die Affichisten die ersten, echten Wegbereiter der Street-Art sind.

Mit der Ausstellung werfen wir einen Blick auf die Straßen von Paris und Rom der 1950er- und 1960er-Jahre und zeigen die radikale wie poetische Auseinander-setzung der Affichisten mit der gesellschaftlichen und politischen Realität der damaligen Zeit“, betont Max Hollein, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Die Ausstellung greift fünf zentrale Themen in der Kunst der Affichisten – Abstraktion, Material/Prozess, Lettrismus, Politik und Pop – auf und stellt die Künstler zudem in einzelnen Kabinetten und mit umfangreichem Dokumentationsmaterial, wie historischen Fotografien und Filmen vor.

Die Affichisten wurden auf der ersten „Biennale von Paris“ im Jahr 1959, an der Raymond Hains, Jacques Villeglé und François Dufrêne teilnahmen, über Nacht bekannt.

Dort provozierten die gezeigten Plakatabrisse heftige Reaktionen. Zusammen mit abstrakten Malern wurden sie in der Sektion zur informellen Malerei präsentiert, obwohl sie diese grundlegend infrage stellten.

Auch wenn die Werke der Affichisten aus den 1950er-Jahren nur vereinzelt figurative Elemente aufweisen, spielte die Typografie der Plakate für die Künstler eine entscheidende Rolle.

Ihr Augenmerk richtete sich auf die in den Plakatabrissen generierte Dekomposition von Worten und Buchstaben, auf ihre besondere Poesie und ihren speziellen Klang.

In den 1960er-Jahren fanden auch Plakate politischer Propaganda Eingang in die Werke der Affichisten. Als Chronisten ihrer Zeit hielten sie gesellschaftliche Auseinandersetzungen fest, ohne dabei selbst politisch Position zu beziehen.

Durch die Entwicklung des Plakats zum illustrierten Werbeträger der sich rasant entwickelnden Konsum- und Freizeitgesellschaft tauchten Ende der 1950er-Jahre zunehmend Bildmotive auf, die auch das visuelle Repertoire der sich zur gleichen Zeit herausbildenden Pop Art prägten.

Jacques Villeglé: La Moto – Avenue Ledru-Rollin, 17 juillet 1965, 1965, 320 x 270 cm
Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, © VG Bild-Kunst Bonn, 2015

DIE AFFICHISTEN

Für Jacques Villeglé (*1926) ist das Medium des Plakates ein schier unendlicher, sich ständig erneuernder Fundus des Gegenwärtigen.

Er entwickelte den für seine Konzeption zentralen Gedanken der anonymen Autorschaft, der in dem Begriff des lacéré anonyme mündete.

Eine Kunstfigur, hinter jener der individuelle Künstler wie auch dessen Name bzw. Signatur verschwindet. Dies machte es ihm möglich, sich sämtliche Ausdrucksformen, Themen und „Stile“ der anonym entstandenen Plakatabrisse in seinem Werk anzueignen.

Mit enzyklopädischem Anspruch verfolgt Villeglé seither die Vision, durch das Sammeln heterogener Zeugnisse der alltäglichen Wirklichkeit ein Bild der Gesellschaft zu schaffen.

 Als einer der führenden Vertreter des Lettrismus wandte sich François Dufrêne (1930–1982) relativ spät der bildnerischen Praxis des Plakatabrisses zu, die er durch Arbeiten von Hains und Villeglé kennenlernte.

Er verwendete nahezu ausschließlich Rückseiten von Plakaten (sogenannte dessous d’affiches), denen er eine besondere poetische Qualität zusprach. Dufrêne verstand sich zeitlebens als Dichter. 
Seine Arbeiten sind im Gegensatz zu den Werken von Hains und Villeglé abstrakt-lyrisch und zeugen von einer archäologischen Suche nach dem Unsichtbaren, Unbewussten, welches durch das Aufdecken und Abtragen verborgener Schichten zutage tritt.

In den 1950er-Jahren begann Wolf Vostell (1932–1998) mit den neu entwickelten Formen von Aktion und Happening den Stadtraum zu infiltrieren und übertrug das Konzept der „dé-coll/age“ auf alle Bereiche seines Schaffens.

Mit seinem 1958 in Paris konzipierten ersten europäischen Happening „Das Theater ist auf der Straße“ erhob er den Prozess der Décollage zum Thema und forderte Passanten auf, Wortfragmente auf zerrissenen Plakaten zu lesen oder Plakate eigenhändig abzureißen.

Während für die französischen Affichisten die zerstörten Plakatflächen Ausdruck eine neuer visuellen Poesie waren, wurden sie für Vostell zum Ausgangspunkt einer entschieden kritischen Auseinander- setzung mit dem Plakat als Medium der modernen Massenkommunikation.

Mimmo Rotella: Marylin, 1963-64, Plakatabriss, 133 x 94 cm, Agnes & Frits Becht Collection
© VG Bild-Kunst Bonn, 2015, Foto: Thijn van de Ven

KATALOG Poesie der Großstadt.

Die Affichisten, herausgegeben von Esther Schlicht, Roland Wetzel und Max Hollein, mit einem Vorwort von Max Hollein und Roland Wetzel, einer Einführung von Esther Schlicht, Essays von Bernard Blistène, Fritz Emslander, Didier Semin und Dominique Stella sowie einem Interview von Roland Wetzel mit Jacques Villeglé, Originaltexten von François Dufrêne, Raymond Hains, Mimmo Rotella, Jacques Villeglé, Wolf Vostell und einer Chronologie der Jahre 1944–1968, dt./ engl. Ausgabe, 280 Seiten, ca. 170 Abbildungen, 30,5 x 24,5 cm, Softcover in Fadenheftung, amerikanischer Schutzumschlag; Gestaltung Sybille Ryser, Basel; Snoeck Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-86442-103-7 (Buchhandelsausgabe), Preis: 32 € (Schirn), 48 € (Buchhandel)

ORT

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, 60311 Frankfurt DAUER 5. Februar – 25. Mai 2015 INFORMATION www.schirn.de E-MAIL welcome@schirn.de TELEFON +49.69.29 98 82-0 FAX +49.69.29 98 82-240

SOCIAL MEDIA

Zur Ausstellung kommuniziert die Schirn im Social Web mit den HASHTAGS #Affichisten, #PoesieDerGrossstadt

ONLINE-MAGAZIN www.schirn-magazin.de FACEBOOK www.facebook.com/Schirn TWITTER www.twitter.com/Schirn YOUTUBE www.youtube.com/user/SCHIRNKUNSTHALLE INSTAGRAM @schirnkunsthalle


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Samstag, 25. April 2015

"Frühlingsrollen in der Baustelle ..." - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Eine Unverschämtheit ist daß ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Die haben denen eine baufällige Bruchbude angedreht, ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Die hatten nicht mal Geld, und dann so was, Dach undicht, Decke einsturzgefährdet,
    der Boden nicht tragfähig, Wasser, Strom, Heizung, alles kaputt  ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und dann die Reparaturen, wie in Vietnam, mit Bambusgerüsten, kein Kran, rein gar nix
    haben die gehabt, bloß Leute die helfen ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und der Lärm, all der Dreck,gleich neben dem Altenheim ..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Aber hast du mit denen geredet, alles Kommunisten, aus Nordvietnam ... wer weiß,
    was die da vorhaben, Tunnelsysteme im Keller graben wie beim Vietcong damals,
    daß kennt man doch alles zur Genüge aus dem Fernsehen...."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

-  "Aber die machen alles selbst, mit Spenden und Freunden, nicht mal ne Firma,
    da stimmt doch was nicht ... "

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Die von swr, also die vom Fernsehen haben auch direkt nach Unstimmigkeiten gesucht,
    die sind doch ausgegrenzt, ganz bestimmt ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Komisch, daß die Nachbarn alle da waren. Selbst die alten Leute in diesem Rohbau,
    dieser unfertigen Baustelle voller Stolperfallen und Löchern im Boden ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und nicht mal die Kindertanzgruppe der Vietnamesenkinder konnte auftreten ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "War doch sicher bloß ne Ausrede, die hatten doch keine Lust bei dem warmen Wetter ..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Aber die Meute von der Presse, überall rumgerannt sind sie, nicht mal die Schuhe aus-
    gezogen hat der, als er rauf ist zum Altar, beim Schlußgebet der Frauen und Nonnen ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Aber alles nur Frauen, da waren bloß die Frauen beim Singen und Beten..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und die eine aus Mainz, ständig hat sie dir diese gefalteten Hände entgegengestreckt,
    dabei war ich *der* doch ständig vor der Nase beim Knipsen ..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- Und hast'de den OB gesehen, sah der vielleicht fertig aus, wusste nicht mal was ne Pagode
   ist und dann isser bei der "Namo Amita Buddha Nam Mo A Di Da Phat"-Friedenszeremonie
   zum Abschluß des offiziellen Teils noch voll eingepennt ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und dann isser schnell weg, nicht mal zum vegetarischen Büffet geblieben isser ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Aber der Ingeneur hatte ein Riesen-Ego, und so aufringlich, selbst angerufen hat er noch
   bei uns daheim, wegen der Kollegin, also der Telefonnummer, die wollen doch alle bloß
   deutsche Frauen haben ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Zuletzt dann noch der junge Kerl mit dem wir uns noch solange unterhalten haben,
    als schon alle weg waren, echt da Letzte sich mit einem über den Buddhismus zu unter-
    halten und warum man sich schon lange damit beschäftigt, was es einem bringen kann
    und wie man das alles versteht, allein schon die Sprachen in denen die Beten ..." 

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und die kleinen Nonne, hat man kaum wahrgenommen, dabei war sie echt glücklich ..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Bin froh, daß es vorbei ist, hat von jedem vietnamesischen Essen probiert, war ja viel zu
    üppig das Büffet, was die da auch alles hatten, und alles war ja selber gemacht ..."

 - "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Ja, und jetzt, die haben doch noch gar keinen Plan, wie es weitergeht, bloß Religion
    und Treffen, Gemeinschaft und so ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Und die hübsche Junge im vietnamesischen Kleid, wo du die Bilder machen mußtest,
    von den ganzen schönen Mädels, mit dem iphone von der ..."

- "Was soll mit der sein, meinst du etwa ich ... Herr, gib "Gelassenheit, sagt lächelnd der
     vietnamesische Buddhismus ..."

- "Die hat sogar geschwätzt wie ne Koblenzerin, dabei sind die doch vietnamesischen doch
    viel zu klein, wie die aussehen alle ..."

- "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

- "Deine Fotos fehlen aber noch ..."

- "Verflixt noch mal jetzt, "Gelassenheit, sagt lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."

    Thomas Wilden
    Foto-Journalist
    Koblenz

 - "War  ja noch nicht mal richtig eingeweiht als Pagode und Tempel, daß kommt ja alles
     erst noch am 4., 5. und 6. Juni zum buddhistischen Vesakh-Fest mit Nonnen und Mön-
     chen von überall aus ganz  Deutschland ... "

-  " ... "

- "Da gehen wir doch dann wieder hin, oder ?"

-  " ... "

- "Jetzt sag doch endlich auch mal was, sonst ..."

- "Gelassenheit, sagt da lächelnd der vietnamesische Buddhismus ..."