"Street Photographie" - Thomas Wilden (Photo-Journalist)

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Mittwoch, 26. August 2015

STURM-FRAUEN. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910–1932, SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, 30. OKTOBER 2015 – 7. FEBRUAR 2016

Ab dem 30. Oktober 2015 präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die große Themenausstellung

"STURM-FRAUEN. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910–1932".

Marcelle Cahn, Femme et voilier, ca. 1926-27
Öl auf Leinwand 66 x 50 cm Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg (MAMCS) 
© Foto Musées de Strasbourg, A. Plisson

In der Ausstellung sind deutsche und internationale Künstlerinnen zu sehen, deren Arbeiten in der STURM-Galerie in Berlin ausgestellt oder/und in der STURM-Zeitschrift veröffentlicht wurden. Die Schirn versammelt rund 280 Werke dieser Künstlerinnen des Expressionismus, des Kubismus, des Futurismus, des Konstruktivismus und der Neuen Sachlichkeit. Zu den Bekanntesten zählen Sonia Delaunay, Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Hinzu kommen weitere Künstlerinnen, die heute in der Öffentlichkeit wenig präsent oder weitestgehend unbekannt sind, wie Marthe Donas, Jacoba van Heemskerck, Hilla von Rebay, Lavinia Schulz oder Maria Uhden. Die Ausstellung ist ein etwas anderer Überblick über die wichtigsten Kunstströmungen der Avantgarde im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts.

Sonia Delaunay, Portuguese Market, 1915
Öl und Wachsfarbe auf Leinwand 90.5 x 90.5 cm Digital image, 
The Museum of Modern Art, New York/Scala, Firenze

DER STURM war ein Signal zum Aufbruch in die Moderne. Ursprünglich 1910 als Zeitschrift zur Förderung der expressionistischen Kunst gegründet, wurde der Name STURM schnell zum Markenzeichen: Der Herausgeber Herwarth Walden gründete neben der Zeitschrift 1912 die STURM-Galerie in Berlin. Zahlreiche, auch internationale Künstlerinnen wurden dort erstmals in Deutschland präsentiert.

DER STURM war Programm, richtete sich gegen gedankliche Schranken, alles Etablierte und gegen die Bürgerlichkeit des Wilhelminismus, und er propagierte eine Freiheit der Künste und Stile. Als Netzwerk aus Freunden mit ähnlichen Interessen fand im STURM ein intensiver und lebendiger Austausch über die Gedanken, Theorien und Konzepte der Avantgarde statt. Die zusätzlich veranstalteten STURM-Abende, die neu gegründete STURM-Akademie, die STURM-Bühne und -Buchhandlung sowie zeitweilig Bälle und ein eigenes Kabarett boten den STURM-Künstlerinnen zahlreiche Plattformen und machten die vielfältigen künstlerischen Richtungen und Tendenzen im Berlin der 1910er- bis 1930er-Jahre einem großen Publikum zugänglich.

Diesen STURM-FRAUEN widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 30. Oktober 2015 eine große umfassende Themenausstellung. Mit rund 280 Kunstwerken werden erstmalig insgesamt 18 STURM-Künstlerinnen des Expressionismus, des Kubismus, des Futurismus, des Konstruktivismus und der Neuen Sachlichkeit umfassend vorgestellt. Das Ergebnis ist ein etwas anderer Überblick über die wichtigsten Kunstströmungen der Avantgarde im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts.

Zu den bekanntesten Künstlerinnen zählen Sonia Delaunay, Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Hinzu kommen weitere Künstlerinnen, die heute in der Öffentlichkeit wenig präsent oder weitestgehend unbekannt sind, wie Marthe Donas, Jacoba van Heemskerck, Hilla von Rebay, Lavinia Schulz oder Maria Uhden.

Alexandra Exter,  Kostümentwurf Marsbewohnerin in Aélita, 1924
Aquarell und Gouache auf Papier 53 x 36 cm Sammlung Nina und Nikita Lobanov-Rostovsky 
Spende des Gemeinnützigen Fonds “Konstantinovsky”, 2013 
© St Petersburg State Museum of Theatre and Music

Die Ausstellung „STURM-FRAUEN. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910–1932“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt wird durch die Art Mentor Foundation Lucerne sowie durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Das Projekt erfährt zusätzliche Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.

Natalja Sergejewna Gontscharowa, Gartenarbeit, 1908
Öl auf Leinwand 102.9 x 123.2 cm Foto 
© Tate, London 2015 VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Jede der 18 STURM-FRAUEN wird in der Ausstellung in einem eigenen Raum mit ihren Hauptwerken präsentiert. Es sind jene Künstlerinnen aus Deutschland, den Niederlanden, aus Belgien, Frankreich, Schweden, der Ukraine oder Russland, deren Arbeiten in der STURM-Galerie in Berlin ausgestellt oder/und in der STURM-Zeitschrift veröffentlicht wurden. Der Schriftsteller und Komponist Herwarth Walden (1878−1941) stellte nicht nur Wassily Kandinsky, Paul Klee, Oskar Kokoschka und Marc Chagall, die Künstler des Blauen Reiter und die italienischen Futuristen aus, sondern förderte vorurteilslos, engagiert und strategisch weit über 30 Malerinnen und Bildhauerinnen. Er galt als Visionär und Vorkämpfer für die Abstraktion und die moderne Kunst überhaupt und einte mit seinen Programmen die internationale Avantgarde. Für viele Künstlerinnen war DER STURM eine große Chance, waren sie doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts weder vollends gesellschaftlich anerkannt, noch hatten sie uneingeschränkt Zugang zu einer akademischen Ausbildung, die der ihrer männlichen Kollegen gleichwertig gewesen wäre. Genauso unterschiedlich wie die Lebensläufe, die persönlichen Bedingungen und die Rezeption der 18 STURM-FRAUEN sind auch ihre Werke, die sich stilistisch stark voneinander unterscheiden. In der Zusammenschau aber bilden sie ein beeindruckendes Panorama der modernen Kunst.

Jacoba van Heemskerck, Häuser in Suiderland, Zeichnung Nr. 13, 1914
Farbige Tusche 48,0 x 63,0 cm Kunstmuseum Bern, Schenkung Nell Walden

Die Schirn versammelt in der Ausstellung herausragende Leihgaben wie Gemälde und Arbeiten auf Papier, Grafiken, Holzschnitte, Bühnenbilder, Kostüme, Masken und historische Fotografien aus namenhaften Museen, Universitäts- und Privatsammlungen weltweit, u. a. aus dem Museum of Modern Art in New York, der University Art Gallery in Yale, dem Theatermuseum St. Petersburg, der Tate sowie dem Victoria & Albert Museum in London, dem Centre Pompidou in Paris, dem National Museum Belgrad, dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Moderna Museet in Stockholm, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, oder dem Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal.

Sigrid Hjertén, Frau mit Pelz und rotem Hut, 1915
Öl auf Leinwand 116 x 90 cm Privatsammlung 
Foto: Reproduktion © per@myrehed.com

„Die STURM-FRAUEN haben mit ihren Ideen und Visionen maßgeblich zur Entwicklung der Moderne beigetragen. Manche von Ihnen sind uns heute noch gut bekannt, andere zu Unrecht vergessen – alle haben sie dafür gesorgt, dass sich neue künstlerische Stile wie Kubismus, Expressionismus oder auch Konstruktivismus durchsetzen konnten. Die Schirn widmet sich mit der Ausstellung der wesentlichen Rolle dieser Künstlerinnen wie auch ihrer Rezeptionsgeschichte und präsentiert beeindruckende Hauptwerke der 18 STURM-FRAUEN. Es ist eine besondere Ausstellung zur Kunst der Moderne, zur Rolle der Frau in der Kunst, zur Bedeutung einer strategisch agierenden Galerie im Berlin der 1920er-Jahre. Eine Ausstellung, in der berühmte Namen und Werke zu bestaunen sind, wie auch viele überraschende Wiederentdeckungen,“ so Max Hollein, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Emmy Klinker, Bildnis einer jungen Frau, 1920/21
Öl auf Pappe 44 x 35,5 cm / 56 x 47,5 x 4,5 cm Von der Heydt-Museum Wuppertal 
© Foto Medienzentrum, Antje Zeis-Loi

Die Kuratorin Dr. Ingrid Pfeiffer erklärt: „Unter den Kunsthändlern seiner Epoche war Walden einzigartig: Er förderte Künstler und Künstlerinnen gleichermaßen, ohne die für die damalige Zeit typischen Vorurteile zu beachten. Rund ein Fünftel der STURM-Künstler waren Frauen. Damit unterschied er sich von vielen Galeristen seiner Zeit, wie etwa Paul Cassirer, Alfred Flechtheim und Wolfgang Gurlitt in Berlin oder Heinrich Thannhauser in München. Während in vielen Publikationen dieser Zeit öffentlich über die Frauen in der Bildenden Kunst diskutiert und ihnen Originalität und Kreativität abgesprochen wurden, ließ Walden sich davon nicht beeinflussen. Für ihn stand das einzelne Kunstwerk im Vordergrund. Er setzte sich immer für das Allerneueste in der Kunst ein, scheute dabei weder Unverständnis noch Konfrontation, dachte und handelte international und suchte ständig nach Netzwerken in allen künstlerischen und intellektuellen Bereichen.“

Magda Langenstraß-Uhlig, Bewegung, ca. 1925
Gouache über Grafit auf Papier 25,1 x 34,8 cm Karl Peter Röhl Stiftung, 
Weimar KPRS-2007/4928
© Foto Stefan Renno, Weimar VG Bild-Kunst, Bonn 2015

STURM-FRAUEN – EINE AUSWAHL DER KÜNSTLERINNEN

Herwarth Walden vertrat insgesamt über 30 Künstlerinnen. Die Schirn präsentiert in der Ausstellung 18 von ihnen. Es handelt sich dabei um jene STURM-FRAUEN, deren Œuvre zugänglich sowie weitestgehend erforscht und dokumentiert ist.

Der Rundgang der Ausstellung erstreckt sich über beide Galerien der Schirn und beginnt mit den Arbeiten von Gabriele Münter (1877−1962). Walden zeigte sich von Anfang an begeistert von der Künstlerin des Blauen Reiter und richtete im Januar 1913 ihre erste, umfangreiche Einzelausstellung mit 84 Gemälden in der STURM-Galerie aus. Er sorgte auch dafür, dass Teile der Schau später nach München, Kopenhagen, Dresden und Stuttgart wanderten. Die Schirn zeigt u. a. expressionistische Arbeiten von Münter aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Wassily Kandinsky in Murnau, wie das Stillleben „Äpfel auf Blau“ (1908/09), Interieurs, etwa „Kandinsky mit Erma Bossi am Tisch“ (1909/10) oder Landschaftsbilder. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs emigrierte Münter zuerst in die Schweiz und lebte dann bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland in Schweden und Dänemark, wo sie etwa mit einer Retrospektive 1918 große Erfolge feierte. Durch die Vermittlung Waldens kam sie auch mit der jungen, schwedischen Avantgarde, angeführt von Sigrid Hjertén und Isaac Grünwald, in Kontakt.

Marianne von Werefkin (1860−1938) gehört neben Jacoba van Heemskerck, Gabriele Münter, Maria Uhden und Nell Walden zu den am häufigsten im STURM ausgestellten Künstlerinnen. Die Schirn präsentiert expressive, melancholische Landschaftsbilder wie „Stadt in Litauen“ (1913/14) oder „Kirche St. Anna, Wilna“ (um 1913/14) sowie eines der bekanntesten Porträts der Künstlerin, gemalt von der Malerkollegin Gabriele Münter um 1909. Der Einsatz der Farbe und ein tiefgründiger Symbolismus standen im Mittelpunkt ihrer Malerei. Die Künstlerin traf Walden und seine zweite Frau Nell Walden erstmals 1912 in ihrem Münchner Salon, den sie selbst ausrichtete. Ein Ort, an dem Werefkin immer auch leidenschaftlich Konzepte und Ausdrucksformen der modernen Kunst mit ihren Zeitgenossen diskutierte. Walden, der ihr gleichgesinnt war, machte die in Kunstkreisen angesehene Werefkin mit den STURM-Ausstellungen in Deutschland und Europa weiter bekannt. 

Die Niederländerin Jacoba van Heemskerck (1876−1923) hatte zehn Einzelpräsentationen in der Galerie und war mit 20 Holzschnitten häufiger als jeder andere Künstler auf dem Titelblatt der STURM-Zeitschrift vertreten. Heemskerck schuf mit ihren Holzschnitten, Zeichnungen und Glasfensterentwürfen abstrakte Welten, in denen Wasser, die Wellen des Meeres, Segelboote und Berge zu bizarren Landschaften verschwimmen. Charakteristisch waren ihre freie Farb- und Formwahl und ihre Auseinandersetzung mit anthroposophischen Theorien. Die Schirn stellt einige herausragende Werke der Künstlerin vor, u. a. „Häuser in Suiderland“ (1914) oder „Ohne Titel, Komposition XVI“ (1917). Es waren vor allem ihre Schwarz-Weiß-Drucke, die Heemskerck populär machten und sie für andere Publikationen fernab des STURM, etwa für die Bauhaus-Mappe „Neue europäische Graphik“ oder die amerikanische Zeitschrift „The Dial“ empfahlen.

Else Lasker-Schüler, Der Schlangenanbeter auf dem Marktplatz von Theben, ca. 1921
Tusche, Buntstift und collagiertes Silberpapier 28,3 x 22,5 cm 
Franz Marc Stiftung Schenkung Stiftung Etta und Otto Stangl 
© Franz Marc Museum, Kochel a. See

 Der Name der STURM-Zeitschrift geht zurück auf die Dichterin und erste Frau von Walden, Else Lasker-Schüler (1869−1945). Für Lasker-Schüler war die Zeichnung parallel zum geschriebenen Wort ein weiteres Ausdrucksmedium, das ihr oft unmittelbarer und direkter in seiner Wirkung erschien. Ihre Porträtzeichnungen von Künstlern und Literaten der Zeit sowie das Selbstporträt ihres Alter Egos Jussuf, Prinz von Theben, wurden ab 1912 in der Zeitschrift veröffentlicht. Die Schirn zeigt ausgewählte Zeichnungen Lasker-Schülers, die in der Perspektive, dem Bildaufbau und der Symbolik stark von der ägyptischen Kunst und Kultur beeinflusst sind. Lasker-Schüler stand zudem in engem Kontakt zu Künstlern des Blauen Reiter sowie zu Marianne von Werefkin: Eine selbstgezeichnete Postkarte an Franz Marc und ein Brief an Werefkin lassen dies in der Ausstellung deutlich werden.

 Sonia Delaunay (1885−1979) präsentierte ihre Arbeiten in der STURM-Galerie erstmals 1913 im Rahmen des Ersten Deutschen Herbstsalons. Die zu dieser Zeit in Paris lebende Künstlerin tat sich besonders durch ihre simultane Farbflächenmalerei hervor, deren Prinzip sie sowohl auf selbstentworfene Kleidung als auch auf kunsthandwerkliche Arbeiten wie Bucheinbände, Plakate, Lampenschirme oder Schalen übertrug. In der Schirn ist u. a. ihr Werk „Portugiesischer Markt“ von 1915 zu sehen. Es lässt sich als Teil mehrerer Serien verstehen, in denen sie im Zusammenspiel von Abstraktion und Figuration und der Dynamik der Simultankontraste folgend das portugiesische Markttreiben festhält. Im März 1920 zeigte Walden eine Auswahl ihrer neuen Arbeiten, die allesamt in den Jahren zuvor in Spanien entstanden waren, in einer Einzelausstellung. Zusammen mit ihrem Mann Robert Delaunay entwarf sie auch zahlreiche Kostüme und Bühnenausstattungen, so etwa „Kleopatra“ (um 1918) oder ein „Kostüm der Amneris für ‚Aida‘“ (1920), die in der Ausstellung gezeigt werden.

Die in der Ukraine aufgewachsene Alexandra Exter (1882−1949) wirkte als Mittlerin zwischen der osteuropäischen und westlichen Avantgarde, sie verkehrte mit Guillaume Apollinaire und Pablo Picasso, war mit Sonia und Robert Delaunay befreundet. Als Vertreterin des Kubofuturismus und der ukrainischen Avantgarde arbeitete sie in verschiedenen Medien. In der Schirn werden ihre bemerkenswerten Bühnenbild- und Kostümentwürfe, etwa „Kostümentwurf für eine Marsbewohnerin in Aélita“ gezeigt, einem Stummfilm, der 1924 in Berlin Premiere feierte. Nach mehreren Anläufen, sie im STURM auszustellen, wurde sie 1927 erstmals in einer großen Einzelpräsentation gewürdigt, in der auch ihre einzigartigen kubistischen und konstruktivistischen Marionetten vorgestellt wurden. „Polichinelle“ und „Arlequin noir“ von 1926 sind in der Schirn zu sehen.

Gabriele Münter, Äpfel auf Blau, 1908/09
Öl auf Karton 52,5 x 39 cm Kunstsammlungen Chemnitz - MUSEUM GUNZENHAUSER
Eigentum der Stiftung Gunzenhauser, Chemnitz VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Maria Uhden (1892−1918) trat besonders durch ihre Holzschnitte in der STURM-Zeitschrift hervor. Einer ihrer ersten eindrucksvollen Liniendrucke „Vier Akte, sechs Frauen und ein Kind“, 1915, ist in der Schirn zu sehen. Uhden orientierte sich an historischer Druckgrafik und Buchillustration, die mit dem „Almanach“ des Blauen Reiter wiederbelebt wurden. In ihrer Figuration, Fläche und Dynamik nehmen die Holzschnitte zum Teil Arbeiten des amerikanischen Graffiti-Künstlers Keith Haring aus den 1980er-Jahren vorweg. Über den frühen Tod der Künstlerin hinaus zeigte Walden bis in die 1920er-Jahre in seiner Galerie und in Wanderausstellungen in Europa ihr Werk. Durch die amerikanische Sammlerin und Malerin Katherine Dreier kamen Uhdens Holzschnitte in die USA.

Die Maskentänze von Lavinia Schulz (1896−1924) wurden von den Zeitgenossen als etwas Außergewöhnliches beschrieben; sie waren für die damalige deutsche Tanz- und Theaterszene wegweisend. Schulz, die an der STURM-Akademie studierte und zu Beginn ihrer Karriere auf der gleichnamigen Bühne auftrat, entwickelte sich auf der Suche nach einer eigenen künstlerischen Identität von einer Schauspielerin zu einer begnadeten Theaterperformerin. Sie interessierte sich für das Verhältnis des Körpers zum Raum und entwickelte Bewegungsstudien, Tanznotationen und Masken. Die Schirn zeigt zahlreiche Ganzkörpermasken der Künstlerin, darunter das Paar „Toboggan Frau“ und „Tobbogan Mann“ (Originale aus dem Jahr 1924). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten Bühne, Tanz und Theater wichtige Experimentierfelder: Der Körper galt als Synonym für das moderne Ich.

Die französische Malerin Marcelle Cahn (1895−1981) studierte in Paris bei Fernand Léger und Amédée Ozenfant – Lehrern des Purismus, einer Weiterentwicklung des Kubismus. Die Schirn präsentiert u. a. „Femme et voilier“ (um 1926/27) und „Composition abstraite“ (1925), in denen Cahns auf Kreisen, Quadraten, Zylindern, Drei- und Rechtecken basierendes geometrisches Ordnungsprinzip eindrücklich sichtbar wird. In der Vereinfachung und der Strenge der Formen zeigt sich ihr Streben nach Abstraktion. Der Einsatz von Farbe wird durch die Form bestimmt. Cahn kam bereits in den 1910er-Jahren mit der STURM-Galerie in Kontakt und besuchte regelmäßig die Ausstellungen. Eine Einzelpräsentation lehnte sie ab, überließ Walden aber ein Klischee, das er in einer Sondernummer der STURM-Zeitschrift 1930 veröffentlichte.

Gabriele Münter, Bildnis Marianne von Werefkin, ca. 1909
Öl auf Malpappe 81 x 55 cm Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, 
München VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Die spätere Sammlungsleiterin und Direktorin der Solomon R. Guggenheim Foundation, Hilla von Rebay (1890−1967), wurde durch Hans Arp 1916 auf die STURM-Galerie aufmerksam, beschäftigte sich intensiv mit den dort ausgestellten Positionen und fand über Kandinskys Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ zu einer rein gegenstandslosen Malerei. Ihr Werk „Komposition I“ (1915), das sie 1917 erstmals im STURM zeigte, ist in der Schirn zu sehen. Neben Aquarellen, die in ihrer Leichtigkeit an Kandinsky erinnern, schuf Rebay auch Papier-Collagen. Die Haptik und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Papieroberflächen waren ihr wichtig. Als sie 1926 in die USA auswanderte, lernte sie Solomon R. Guggenheim kennen und legte für ihn eine Kollektion gegenstandsloser Kunst an. Sie bildet bis heute die Basis einer der wichtigsten Sammlungen moderner Kunst weltweit.

Der Ausstellungsrundgang endet mit den Werken von Natalja Gontscharowa (1881−1962). Sie gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen der russischen Avantgarde, äußerte sich unermüdlich in Artikeln, Manifesten und im Rahmen neuer Künstlergruppen zum Wesen und zur Entwicklung der modernen Kunst und machte mit provokanten Aktionen und öffentlichen Auftritten von sich reden. Walden präsentierte zwischen 1912 und 1921 ihre Werke allein sechs Mal in STURM-Ausstellungen in Berlin. In der Schirn sind u. a. die Werke „Pfau“ (1911) und „Gartenarbeit“ (1908) sowie „Frau mit Hut“ (1913) zu sehen. Gontscharowa betätigte sich auch als Szenografin fürs Theater und entwarf Bühnenbilder. Walden begeisterte sich für das Theater und etablierte den Verein und die Zeitschrift STURM-Bühne. Noch Jahre nach dem sensationellen Erfolg der Oper „Le Coq d’Or“ 1914 in Paris veröffentlichte Walden Gontscharowas Entwurf für diese Aufführung als Titelbild eines seiner Hefte. Die Schirn präsentiert einige von Gontscharowas Kostümentwürfen für die Oper in der Ausstellung.

Lavinia Schulz, Toboggan Frau, Original ca. 1924
Sackleinen, Pappmaché, Draht, Schnallen, Leder H. 63cm (Maske), B. 42cm (Maske), L. 145 cm (Anzug) 
© Foto Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

ALLE KÜNSTLERINNEN DER AUSSTELLUNG Vjera Biller (1903–1940), Marcelle Cahn (1895–1981), Sonia Delaunay (1885–1979), Marthe Donas (1885–1967), Alexandra Exter (1882–1949), Natalja Gontscharowa (1881–1962), Helene Grünhoff (1880−?), Jacoba van Heemskerck (1876–1923), Sigrid Hjertén (1885–1948), Emmy Klinker (1891–1969), Magda Langenstraß-Uhlig (1888–1965), Else Lasker-Schüler (1869–1945), Gabriele Münter (1877–1962), Hilla von Rebay (1890–1967), Lavinia Schulz (1896–1924), Maria Uhden (1892–1918), Nell Walden (1887–1975), Marianne von Werefkin (1860–1938).

Maria Uhden, Vier Akte, Holzschnitt, abgebildet in der Zeitschrift "Der Sturm", Jg. 6, Nr. 15/16,
1 und 2 Novemberhälfte 1915, S. 91 22 x 23,8 cm Universitätsbibliothek
Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main

DIGITORIAL Zum zweiten Mal bietet die Schirn mit dem eigens für die Ausstellung entwickelten Digitorial ein wegweisend neues digitales Vermittlungsformat. Auf einer responsiven Website sind wissenswerte Hintergründe, kunst- und kulturhistorische Kontexte sowie wesentliche Ausstellungsinhalte aufbereitet. Das kostenlose digitale Angebot in deutscher und englischer Sprache ermöglicht den Besuchern, sich vorbereitend auf die Themen der Ausstellung einzustimmen. Bild, Ton, Film und Text sind multimedial verbunden und schaffen eine multiple Vernetzung der Inhalte; neue Wege der Darstellung, Erzählung und Vermittlung von Kunst werden dadurch eröffnet. Das Digitorial wird durch die Aventis Foundation ermöglicht. Es ist einen Monat vor Ausstellungsbeginn online verfügbar.

KATALOG STURM-FRAUEN. KÜNSTLERINNEN DER AVANTGARDE IN BERLIN 1910–1932.

Herausgegeben von Ingrid Pfeiffer und Max Hollein. Vorwort von Max Hollein, Essays von Claudia Banz, Karla Bilang, Katarina Borgh Bertorp, Anna Havemann, Karoline Hille, Annegret Hoberg, Peter Pauwels, Ingrid Pfeiffer, Christmut Präger, Ada Raev, Lea Schleiffenbaum, Jessica Skrubbe, Irina Subotic und Marie-Luise Syring. Deutsch-englische Ausgabe, 400 Seiten, ca. 400 farbige Abbildungen, Gestaltung Harold Vits, Mannheim; Wienand Verlag, Köln 2015, ISBN 978-3-86832-277-4.

Marianne von Werefkin, Stadt in Litauen, 1913/14
Tempera auf Karton 56,5 x 71,5 cm Fondazione Marianne Werefkin Museo
Comunale d'Arte Moderna, Ascona

ORT SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, 60311 Frankfurt DAUER 30. Oktober 2015 – 7. Februar 2016 (Auch Montag, den 28. Dezember von 10 bis 18 Uhr geöffnet) INFORMATION www.schirn.de E-MAIL welcome@schirn.de TELEFON +49.69.29 98 82-0 FAX +49.69.29 98 82-240 EINTRITT 11 €, ermäßigt 9 €, Familienticket 22 €; freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren VORVERKAUF limitierte Early-Bird-Tickets sind online unter www.schirn.de/tickets erhältlich ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN Di 17 Uhr, Mi 20 Uhr, Do 19 Uhr, Fr 11 Uhr, Sa 17 Uhr, So 11 und 15 Uhr FÜHRUNGEN BUCHEN individuelle Führungen oder Gruppenführungen buchbar unter Tel. +49.69.29 98 82-0 und E-Mail fuehrungen@schirn.de AUDIOGUIDE Zur Ausstellung ist ein Audioguide für 3 €  erhältlich. Gesprochen von Johanna Wokalek bietet er Bildbeschreibungen von mehr als 25 Hauptwerken KURATORIN Dr. Ingrid Pfeiffer KURATORISCHE ASSISTENZ Lea Schleiffenbaum DIGITORIAL Das Digitorial wird ermöglicht durch die Aventis Foundation. Design und Programmierung: Scholz & Volkmer DIE AUSSTELLUNG WIRD GEFÖRDERT DURCH Art Mentor Foundation Lucerne; Kulturfonds Frankfurt RheinMain ZUSÄTZLICHE UNTERSTÜTZUNG Ernst von Siemens Kunststiftung; Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung MEDIENPARTNER Frankfurter Allgemeine Zeitung, Media Frankfurt, VGF, Journal Frankfurt KULTURPARTNER HR2 MOBILITÄTSPARTNER Deutsche Bahn SPARPREIS KULTUR mit dem Sparpreis Kultur zur Ausstellung und zurück, ab 39 € (2. Kl.) und ab 49 € (1. Kl.). Bis zu vier Mitfahrer sparen jeweils 10 Euro. Erhältlich unter www.bahn.de/kultur

Herwarth Walden, 1918, fotografiert von Nicola Perscheid
Foto: bpk / Nicola Perscheid

SOCIAL MEDIA Zur Ausstellung kommuniziert die Schirn im Social Web mit den HASHTAGS #STURMFRAUEN #Schirn ONLINE-MAGAZIN www.schirn-magazin.de FACEBOOK www.facebook.com/Schirn TWITTER www.twitter.com/Schirn YOUTUBE www.youtube.com/user/SCHIRNKUNSTHALLE INSTAGRAM @schirnkunsthalle

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
RÖMERBERG
D-60311 FRANKFURT


Liebe Grüße
   


Thomas Wilden
Foto-Journalist






Viel Spaß dabei wünscht Euch 


Eure


Redaktion "koblenz-verliebt"


Fotografie & Social-Media



Thomas Wilden








Ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Unsere redaktioneller Anschrift hat sich geändert:

aus Neustraße 16/18 wurde Pastor-Busenbender-Str 19



Unsere neue Mobil-Nummer lautet


(0175) 92 90 798

Montag, 24. August 2015

Ausstellung „John Cage / Milan Grygar: Chance Operations & Intention“, Vernissage am Sonntag, 30. August 2015, um 11 Uhr


Die Ausstellung stellt John Cage (1912 – 1992), einen der herausragendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der zugleich Maler und Zeichner war, und Milan Grygar (geboren 1926), einen der profiliertesten tschechischen Avantgardekünstler, der seit 1965 mit „akustischen Zeichnungen“ und Performances die Definition des Zeichnens erweitert um Klang, Raum und Zeit, einander gegenüber. 
 

© John Cage –
11 Stones 2, 1989, 
Farbätzung und Zucker-Lift-Aquatinta auf geräuchertem Papier, 
47 x 58 cm, Privatbesitz Berlin.


Spannend sind die Gleichzeitigkeit ihrer experimentellen Zeichnungen, die Erschließung von Geräuschen und alltäglicher Akustik in der Malerei sowie ihre Vorstellungen von Zufall und Konzept.
 
Zur Begrüßung sprechen der Kulturdezernent der Stadt Koblenz, Detlef Knopp, und Henning Lohner, deutsch-amerikanischer Komponist, Medienkünstler und Filmemacher. 
 
In die Ausstellung führt ein die Kuratorin der Ausstellung und Direktorin des Ludwig Museums, Prof. Dr. Beate Reifenscheid. Der Künstler Milan Grygar wird anwesend sein. Die Vernissage wird musikalisch umrahmt von Sakiko Idei. 
 
 © Milan Grygar – Schwarze Partitur - Black Score, 1968, 
Tempera, Wachskreide, Papier auf Karton, 50 x 72 cm, Atelier Grygar
 
Um 15 Uhr haben Sie Gelegenheit, an der Sonntagsführung durch die Ausstellung teilzunehmen.
 
Wir freuen uns, Sie im Ludwig Museum Koblenz begrüßen zu dürfen!
 
Ludwig Museum
Danziger Freiheit 1 (am "Deutschen Eck")
D - 56068 Koblenz
Tel.: 0049 261 30 40 40
Fax: 0049 261 30 40 413
info@ludwigmuseum.org 
  
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Di-Sa 10.30 - 17.00, So 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt: Erw. 5 €, erm. 3,00 €, Kinder und Jugendliche frei.

VERANSTALTUNGSPROGRAMM:
http://www.ludwigmuseum.org/

Donnerstag, 9. Juli 2015

RE.USEUM – Recycling-Festival verwandelt Euro-Paletten in Kunst, 30.7.-1.8.2015

Auf Initiative des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Hochschule Koblenz findet vom 30. Juli bis 1. August 2015 in Koblenz das Recycling- Festival „RE.USEUM“ statt.

Drei Tage lang wird der Florinsmarkt im Herzen der Koblenzer Altstadt unter dem Motto „ReUse“ ein neues Gesicht bekommen, wird zu einem Ort für kulturelle und soziale Aktivitäten in einer umweltbewussten Atmosphäre.

Aus 300 Euro-Paletten sollen auf eine experimentelle und kreative Art urbane Design-Installationen entstehen. 500 € Prämie winken dabei dem Team mit der besten Installation. Die Teilnahme am Workshop und der Besuch des Festivals sind frei.



Simo Hajji ist der Initiator und Leiter des Projektes. Er hat bereits vor sechs Jahren an einem ähnlichen Projekt in Paris teilgenommen.

„Die Idee etwas in dieser Richtung im AStA zu veranstalten kam bereits vor längerer Zeit auf und wurde nun weiterentwickelt“, so Hajji.

Für diesen einzigartigen Event anmelden kann sich jeder, der Lust an kreativer Gestaltung hat, auch Nicht-Studierende.

Dem AStA der Hochschule Koblenz sind besonders die Sichtbarkeit der studentischen Initiativen im eigenen Lebensraum und die Verbindung zu anderen gesellschaftlichen Gruppen wichtig.

„Wir freuen uns, dieses Projekt im Herzen der Koblenzer Altstadt ausrichten zu können“, betonen die Mitglieder des AStA, „für soziale und kulturelle Aspekte, die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit, das kreative und experimentelle Miteinander, die Erlebnispädagogik und für vieles mehr setzen wir uns als Studierendenvertretung der Hochschule Koblenz generell ein.

All das findet sich in diesem Projekt wieder“.

RE.USEUM soll möglichst viele Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen ansprechen.

Während sich direkte Inhalte wie der Holzbau für Architekten und Bauingenieure und Erlebnispädagogik für die Sozialwissenschaften in diesem Projekt wiederfinden, werden ebenso allgemeinere, fachbereichsübergreifende Kenntnisse wie beispielsweise Kreativität, Teamarbeit und handwerkliche Fähigkeiten abgefragt.

Zehn Teams können an diesem Wettbewerb teilnehmen.

Anmeldungen werden unter www.reuseum.de entgegengenommen.

Dort findet man auch weitere Informationen und den Programmablauf.

Mittwoch, 8. Juli 2015

klanglandschaft koblenz - ein projekt von noises e.v., Kulturwissenschaften an der Universität Koblenz, am 25. Juli 2015 ab 13oo Uhr

koblenz ist nicht nur sehenswert – koblenz ist auch hörenswert. doch wie klingt die stadt an rhein und mosel eigentlich?

 flyer-design by FFINE

bei dem workshop altstadtrauschen lassen sich teilnehmer_innen an einem geschäftigen samstagmittag auf die geräusche in gassen, auf plätzen und am konrad-adenauer-ufer ein. im anschluss an hörübungen und hörspaziergänge werden die im laufe des tages gewonnenen eindrücke ausgetauscht.

altstadtrauschen wird von lasse-marc riek – zugleich mitbegründer des renommierten labels gruenrekorder – begleitet. der im raum frankfurt/main beheimatete klangkünstler ist seit ende der 90er mit verschiedenen projekten international tätig.


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auch vor dem hintergrund des aktuellen protests über bahnlärm möchte das projekt klanglandschaft koblenz für die subjektive dimension von ‚krach’ sensibilisieren, andererseits aber mögliche orte der ‚ruhe’ ausfindig machen. gleichzeitig sollen gemeinsam mit interessierten städtische hörenswürdigkeiten herausgearbeitet werden.

nach dem pilotprojekt moselrauschen, in dem workshop-teilnehmer 2014 die hörwelt rund um die moselstaustufe erkundeten, wird klanglandschaft koblenz mit dem event altstadtrauschen offiziell ins leben gerufen. im rahmen der initiative entdecken interessierte jedes jahr zukünftig einen anderen stadtteil mit den ohren.

neben den erfahrungen der teilnehmer_innen werden im rahmen zukünftiger workshops für soundscape-kompositionen die eindrücke verschiedener klangkünstler hinzugezogen. darüber hinaus entsteht im rahmen von klanglandschaft koblenz eine digitale klangkarte.

der workshop wird durch die förderung vom hörstudio s, der koblenzerbürgerstiftung, der lotto stiftung rheinland-pfalz sowie der volksbank koblenz mittelrhein ermöglicht.

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kostenlose teilnahme

anmeldung: altstadtrauschen@klanglandschaft-koblenz.de



Liebe Grüße
   

Thomas Wilden
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90. Geburtstag von Peter Ludwig am 9. Juli 2015

Am 9. Juli wäre Professor Dr. Dr. h.c. mult. Peter Ludwig, Ehrenbürger der Stadt Köln, Mäzen und Namensgeber des Museum Ludwig, 90 Jahre alt geworden.
„Da kommt zusammen, was vielleicht einzigartig ist: der Sammler, der zugleich studierter Kunsthistoriker ist, und der Unternehmer mit der ihm auferlegten Disziplin und dem Durchdenken nach wirtschaftlichen Kriterien, der sich mit Kunst beschäftigt, womit eine andere Welt sich öffnet. Beides zusammen ergibt diese vielleicht besondere Mischung.“ Peter Ludwig*
Peter Ludwig und seine Frau Irene verband stets eine intensive und enge Beziehung mit der Stadt Köln. Angeregt durch einen Besuch der Ausstellung der Sammlung Haubrich im Jahr 1946 in der alten, zum Teil zerstörten Universität, begann das Ehepaar Ludwig 1957, verstärkt auch Werke moderner Kunst für öffentliche Sammlungen zu erwerben.
Die Schenkung von etwa 400 Werken der zeitgenössischen Kunst durch Peter und Irene Ludwig 1976 an die Stadt Köln gab den Anstoß zur Gründung des Museum Ludwig als eigenständiger Institution. Vorangegangen war dieser Schenkung 1968/69 die spektakuläre Ausstellung amerikanischer und europäischer Kunst der sechziger Jahre aus der Sammlung Ludwig, die erstmals die Sammeltätigkeit des Ehepaars Ludwig öffentlich präsentierte. Zehn Jahre nach der ersten großzügigen Schenkung erfolgte 1986 der Bau des Museumskomplexes am Dom, der zunächst als Doppelmuseum mit Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig eröffnet wurde. Angestoßen durch die erste große Picasso-Schenkung des Ehepaares Ludwig im Jahr 1994 wurde dann später der Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum und damit die alleinige Nutzung des Museumsbaus am Dom durch das Museum Ludwig realisiert.
Peter Ludwig, der als Sohn einer Unternehmerfamilie in Koblenz aufwuchs,  begann schon während seines Studiums der Kunstgeschichte an der Universität Mainz, Kunst zu sammeln. Seine Dissertation verfasste er zu Pablo Picasso. Durch die Heirat mit Irene Monheim im Jahr 1951 stieg Peter Ludwig in das Familienunternehmen Monheim / Ludwig Schokolade ein. Kurz darauf begann eine Zusammenarbeit und ein persönliches Engagement mit Museen in Aachen und Köln, die 1976 bzw. 1977 in der Gründung des Museum Ludwig in Köln und der Umbenennung des Suermondt-Ludwig-Museums gipfelten. Heute ist die Sammlung Ludwig außer in Aachen und Köln in Institutionen und Museen in Bamberg, Basel, Budapest, Koblenz, Oberhausen, Peking, Saarlouis, Sankt Petersburg und Wien beheimatet.
„Peter Ludwig hatte ein unglaubliches Auge. Nie kam er mit vorgefassten Meinungen. Es gelang ihm nicht nur, die umstrittensten Künstler aufzuspüren, nein, er griff sich auch noch ihre besten Arbeiten.“ Robert Rauschenberg **
* Im Gespräch mit Monika Bugs anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Versuche zu trauern – Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis
zur Gegenwart im Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis, Saarlouis 1995.
**Aus: „Künstler zu sein ist ein Handicap“, Interview mit Robert Rauschenberg, in: art – Das Kunstmagazin, Nr. 9, 1998.
Beide Zitate wiederabgedruckt in LUDWIG GOES POP, Ausstellungskat. Museum Ludwig, Köln 2014.
 Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
Telefon:+49-221-221-26165
www.museum-ludwig.de, info@museum-ludwig.de



Liebe Grüße
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Herzlichen Glückwunsch auch von unserer Seite
   
Thomas Wilden
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Mittwoch, 17. Juni 2015

CSD Koblenz 2015 - Bühne frei für Akzeptanz ... Du willst direkt am CSD Koblenz helfen?


  
Von Aufbau bis Künstlerbetreuung ist alles drin, Backstage und mit tollen Leuten in einem tollen Team! Trage dazu bei, in Koblenz den Vorhang für die „Bühne der Akzeptanz“ zu heben.

Falls wir Dein Interesse geweckt haben, sende uns bitte eine E-Mail mit Deinem vollständigen Namen, einer Rückrufnummer und den Tagen/Zeiten, die für Dich in Frage kommen.



Unsere E-Mail Adresse: helfer2015@csd-koblenz-fv.de

Wir freuen uns auf Dich!

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Thomas Wilden
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CSD Koblenz 2015 - Bühne frei für Akzeptanz ... Sponsoren gesucht für Tombola



Auch in diesem Jahr soll es wieder eine tolle Verlosung zugunsten des CSD Koblenz geben!

Dazu suchen wir noch dringend Unterstützer_innen, die tolle Preise (z.B. in Form von Sachpreisen, Gutscheine, etc.) stiften. 

 

Bitte meldet Euch per E-Mail an info@csd-koblenz-fv.de

Wir freuen uns auf tolle Preise für die Verlosung und sagen jetzt schon mal ein herzliches DANKESCHÖN für Eure Unterstützung!


Liebe Grüße
   

Thomas Wilden
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